
Kommunikation hat einen ganz besonderen Einfluss auf die kreative Arbeit und die Ideenfindung. Wer still im Kämmerchen sitzt, seine Ideen und Gedanken lieber für sich behält und den Austausch mit Anderen scheut, wird wohl eher selten geniale Einfälle produzieren. Ganz wichtig beim Verfertigen von Gedanken ist der Austausch, und sei es nur mit völlig unbeteiligten Laien.
Das wusste auch schon Heinrich von Kleist: Seinen Aufsatz "Über die allmähliche Verfertigung der Gedanken beim Reden" kann man hier, komplett lesen.
Auf die Ideenfördernde Wirkung der Kommunikation bauen auch diverse Brainstorming-Techniken auf. In Gruppen wird der Zugriff auf einen größeren gemeinsamen Gedankenpool ermöglicht. Unterschiedliche Perspektiven und Sichtweisen erschließen sich, Wettbewerb entsteht und Anregungen werden weitergegeben.
"Die Vorstellung das die kollektive Intelligenz einer Gruppe größer ist als die Intelligenz eines Individuums, lässt sich bis in vorgeschichtliche Zeiten zurückverfolgen, in denen Gruppen von Jägern und Sammlern sich trafen, um zu diskutieren und gemeinsam Probleme zu lösen.(...)Alex Osborn, Werbemanager aus Buffalo, New York, erkannte dies und gestaltete Brainstorming 1941 zu einer systematischen Strategie für die Entwicklung von Ideen in einer Gruppe."
(Zitat aus "Erfolgsgeheimnis Kreativität" von Michael Michalko)
Dabei ist es besonders wichtig jegliche kritischen Äußerungen und Urteile aufzuschieben, bis die Phase der Ideenentwicklung abgeschlossen ist, denn dies hemmt die Entfaltung schöpferischer Energien.
Und hier stoßen wir dann auch auch an die Grenzen von Teamwork. Wenn sich die Teilnehmer gegenseitig durch Kritik hemmen, soziale Konflikte und Agressionen aufkommen, gegenseitige Ablenkung, Konfirmitätsdruck und Hierarchien entstehen wird der kreative Staffellauf schnell zum Schneckenrennen.
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